Aktuelles
In der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats vom 23. September 2026 stand als zentrales Thema das geplante Regenrückhaltebecken Mittelholz II auf der Agenda. Daneben befasste sich das Gremium mit dem neuen visuellen Auftritt der Gemeinde sowie aktuellen Anliegen von Bürgern und der Feuerwehr.
Hochwasserschutz und Baugebietsentwässerung
Der Gemeinderat diskutierte ausführlich eine zweite Variante für das geplante Regenrückhaltebecken. Das Becken ist für die ordnungsgemäße Entwässerung des Neubaugebietes zwingend notwendig. Der Bau wird aufgrund der bekannten Hochwasserproblematik vorgezogen, um zusätzliche Kosten für provisorische oder weitere Becken zu vermeiden. Bei Starkregenereignissen soll das Becken künftig eine Pufferfunktion erfüllen, auch wenn dies keine Garantie für einen vollumfänglichen Hochwasserschutz darstellt. Diskutiert wurde insbesondere die Durchflussmenge des Abflusses, für die zwei Möglichkeiten zur Wahl standen. Ein maximaler Ablauf von 900 Litern pro Sekunde, der auf den Berechnungen für ein Jahrhunderthochwasser basiert, stand einer Variante mit 520 Litern pro Sekunde gegenüber. Letztere orientiert sich an der maximalen Aufnahmekapazität des bestehenden Kanalrohres. Da der Kanal in der Straße Hannebach fast ausschließlich auf Privatgrund verläuft und keine gesicherten Daten zu dessen genauem Verlauf und Größe vorliegen, beschloss der Gemeinderat mit 13:1 Stimmen die Variante mit 520 Litern pro Sekunde. Ebenfalls mit 13:1 Stimmen wurde beschlossen, einen 2,50 Meter breiten Fußweg zwischen Wald und Becken außerhalb der Einzäunung zu errichten. Die Kosten für das Projekt belaufen sich voraussichtlich auf rund 180.000 Euro.
Neues Gemeindelogo und Nahverkehr
Im Rahmen der Mitteilungen präsentierte Andreas Lorenz das überarbeitete Logo der Gemeinde. Die Farben wurden an die traditionellen Gemeindefarben Blau und Gold angepasst und die generelle grafische Qualität verbessert. Informiert wurde das Gremium zudem über einen neuen Anbieter für den Busverkehr im Landkreis Coburg. Für Fahrgäste existieren bereits eine Hotline sowie eine WhatsApp-Gruppe; weitere Informationen hierzu sollen im kommenden Gemeindeblatt veröffentlicht werden.
Feuerwehr-Stellplätze und Sicherheit in Großheirath
Ein dringendes Anliegen bezüglich der Freiwilligen Feuerwehr Großheirath wurde ebenfalls dikutiert: Der bisherige Stellplatz für den Mannschaftstransportwagen steht nicht mehr zur Verfügung. Aktuell ist das Fahrzeug privat im Außenbereich abgestellt. Mit Blick auf den nahenden Winter ist dies keine Dauerlösung, da im Einsatzfall etwaige vereiste Scheiben wertvolle Zeit kosten. Die Verwaltung arbeitet derzeit bereits an einer Lösung für das Problem.
Weiterhin wies FW-Gemeinderätin Nadja Buhl auf eine unzureichende Straßenbeleuchtung am Gehweg zwischen dem Feuerwehrhaus und dem Veilchenweg auf Höhe des früheren Standorts des Kriegerdenkmals hin. Die Verwaltung wird sich des Problems der „dunklen Ecke“ annehmen und den Energieversorger SÜC informieren.
Abschließend merkte FW-Gemeinderat Markus Taschek an, dass der Sirenenkasten am Gemeindehaus in Gossenberg an einer unglücklichen Stelle installiert wurde; die Situation soll nun vor Ort in Augenschein genommen werden