Aktuelles
21.05.2026
Großheirath feiert neuen Ortsmittelpunkt: Lebendiger Treffpunkt in der Ringstraße eröffnet
Großehirath - Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger versammelten sich am Mittwoch in der Ringstraße 3, um die offizielle Einweihung des neu gestalteten Ortszentrums zu feiern. Mit der Revitalisierung des Gebäudekomplexes setzt die Gemeinde ein starkes Zeichen für die Zukunftsfähigkeit des Ortskerns.
Investition in die Lebensqualität
Bürgermeister Andreas Lorenz betonte bei der Eröffnungsfeier, dass es sich bei dem Projekt um weit mehr als eine bloße Gebäudesanierung handele. Ziel sei es gewesen, den Ortskern als lebendigen Treffpunkt für Jung und Alt zu erhalten und weiterzuentwickeln. Dass die Entscheidung, das Zentrum nicht auf der „grünen Wiese“, sondern mitten im Ortskern zu realisieren, richtig war, unterstreicht die hohe Akzeptanz in der Bevölkerung.
Insgesamt investierte die Gemeinde 1,6 Millionen Euro in das Vorhaben. Dank der Unterstützung durch das Amt für ländliche Entwicklung Oberfranken konnte das Projekt mit Fördermitteln in Höhe von 300.000 Euro bezuschusst werden. Ab Mai 2025 waren rund 20 verschiedene Gewerke an der Umsetzung beteiligt.
Vielfältiges Angebot für den Alltag
Das neue Zentrum bündelt vier wichtige Nutzungen: eine barrierefreie Arztpraxis, eine Bäckerei, ein öffentliches WC sowie ein Nagelstudio. Für die medizinische Versorgung ist der Standort von zentraler Bedeutung. Ahmad Elhussain, der die Praxis 2021 übernahm, wird ab Juli durch die Ärztin Laura Sträter-Hofmann unterstützt, was die Aufnahme neuer Patientinnen und Patienten ermöglicht.
Ausblick: Dorferneuerung nimmt Fahrt auf
Am Rande der Veranstaltung gab es zudem positive Nachrichten für die weitere Gemeindeentwicklung: Thomas Müller vom Amt für ländliche Entwicklung versprach gegenüber Bürgermeister Lorenz und Adrian Kirchner, dem Sprecher der Arbeitskreise der Dorferneuerung, dass die Dorferneuerung direkt nach der Sommerpause offiziell angeordnet wird.
Müller erläuterte, dass das Amt die Verzögerung bewusst in Kauf genommen hatte, um für die Gemeinde verbesserte Förderbedingungen nutzen zu können. Sobald der Gemeinderat die formale Finanzierungszusage erteilt hat, können die weiteren Tätigkeiten beginnen.
Dank an Handwerk und Beteiligte
Planer Steffen Bauer hob die effiziente Bauzeit von zwölf Monaten hervor und dankte den Handwerkern. Thomas Müller bezeichnete das Tempo des Projekts als „beispielgebend“. Auch der Stellvertreter des Landrates, Martin Stingl, würdigte das Engagement, da eine solche Sanierung über die gesetzlichen Pflichtaufgaben einer Kommune hinausgehe.