Die Straßenbeleuchtung in der Bgm.-Hümmer-Straße taucht die herbstliche Umgebung in ein warmes Licht. Foto: Adrian Kirchner

29.10.2026
Straßenbeleuchtung auf dem Prüfstand: Gemeinderat Großheirath beschließt Überprüfung der Nachtabschaltung

In seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch, 28.11.2026,  hat sich der Gemeinderat Großheirath unter anderem mit der künftigen Steuerung der Straßenbeleuchtung, einer Straßenwidmung sowie ersten Ausblicken auf das Jahr 2028 befasst. Alle zur Abstimmung gestellten Beschlüsse wurden vom Gremium einstimmig gefasst.

Bedarfsgerechte Steuerung der Straßenbeleuchtung

Einen Schwerpunkt der Sitzung bildete der von unserer Fraktion eingebrachte Antrag zur bedarfsgerechten Steuerung der Straßenbeleuchtung. Oliver Göckel begründete den Vorstoß damit, dass die aktuelle Nachtabschaltung ursprünglich als Reaktion auf die Energiesparmaßnahmen der Bundesregierung nach Beginn des Ukrainekriegs eingeführt worden war. Die dadurch erzielte jährliche Einsparung von rund 3.000 bis 3.500 Euro sei jedoch vergleichsweise gering, zumal dem potenzielle Verschleißkosten durch das häufige Ein- und Ausschalten gegenüberstünden.

Zudem könne eine Beleuchtung gerade in der dunklen Jahreszeit das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger stärken. Auch gelte es sicherzustellen, dass Feuerwehr und Rettungsdienst bei nächtlichen Einsätzen nicht durch Dunkelheit behindert oder verzögert werden. Ziel des Antrags der FREIEN WÄHLER war ein Grundsatzbeschluss, um sinnvolle Optimierungsmöglichkeiten zu prüfen, ohne sofort konkrete Maßnahmen vorwegzunehmen.

In der anschließenden Aussprache wurden aus dem Gremium verschiedene Aspekte beleuchtet: So wurden Umweltaspekte sowie die Lichtverschmutzung zu bedenken gegeben und die Ersparnis von rund 3.000 Euro betont. Auf den Einwand aus der Runde, das Sicherheitsargument sei angesichts eines positiven Polizeiberichts irreführend, stellte Oliver Göckel nochmals klar, dass es ausdrücklich um die gefühlte Sicherheit in der Bevölkerung gehe. Zudem wurde im Gemeinderat darum gebeten, in diesem Zuge auch einen früheren Antrag bezüglich zweier fehlender Straßenlampen in Neuses zu prüfen. Eine Nachfrage zum aktuellen Verhältnis von alten Röhrenlampen zu modernen LED-Leuchten ergab, dass dieses derzeit bei etwa 80 zu 20 liegt. Aus dem Gremium wurde außerdem angeregt, bei Feuerwehreinsätzen eine Beleuchtung des gesamten Ortes sowie der Anfahrtswege zum Gerätehaus mitzudenken. Ebenso kam der Vorschlag auf, die möglichen Einsparungen einer LED-Umrüstung und einer bedarfsgerechten Steuerung gegenüberzustellen und dabei auch frühere Kostenaufstellungen für technische Lösungen einzubeziehen.

Am Ende folgte der Gemeinderat dem Antrag der FREIEN WÄHLER geschlossen: Mit 13:0 Stimmen wurde die Verwaltung einstimmig beauftragt, die bisherige Nachtabschaltung zu überprüfen und gemeinsam mit dem Energieversorger Konzepte für eine bedarfsgerechte Steuerung zu erarbeiten.

Widmung eines Flurwegs zur Ortsstraße

Ebenfalls einstimmig beschloss das Gremium die Widmung des Flurwegs (Fl.-Nr. 1175, Gemarkung Großheirath) rechts der Firma Beland GmbH zur Ortsstraße. Dieser Schritt ist notwendig, um ein geplantes Wohnbauvorhaben im hinteren Grundstücksbereich zu ermöglichen. Durch die Widmung werden die verkehrliche Erreichbarkeit des Grundstücks sowie der erforderliche Rettungsweg gesichert. Die Gemeinde Großheirath übernimmt hierfür die Straßenbaulast; die Verwaltung wird die entsprechende Widmungsverfügung erlassen und veröffentlichen.

Ausblick: 50 Jahre Gemeinde Großheirath

Unter den Mitteilungen gab der Bürgermeister bekannt, dass die Gemeinde Großheirath im Jahr 2028 ihr 50-jähriges Bestehen feiern wird. Zu offenen Fragen bezüglich der künftigen Regelung von Nachfragen in Gemeinderatssitzungen gab es keine weiteren Wortmeldungen.