25.09.2025
Weichenstellung für Breitbandausbau und neue Verkehrsregelungen

GROSSHEIRATH – In seiner Sitzung am 17. September 2025 befasste sich der Gemeinderat Großheirath mit einer Vielzahl von Themen, die die Bürgerinnen und Bürger direkt betreffen. Im Mittelpunkt standen der bevorstehende Breitbandausbau, die Ergebnisse der jüngsten Verkehrsschau sowie die Zukunft der Jugendarbeit und die Sorge um die Funktionsfähigkeit der Sirenen.

Startschuss für schnelles Internet

Eine erfreuliche Nachricht für viele Bürger: Der lange erwartete Breitbandausbau beginnt in Kürze. Die Arbeiten starten im Ortsteil Watzendorf. Um die Anwohner umfassend zu informieren, findet am 29. September eine Informationsveranstaltung in Watzendorf statt.

Der Ausbau erfolgt im Rahmen der bayerischen Gigabit-Richtlinie. Eine technische Einschränkung besteht darin, dass in Bereichen, in denen bereits Koaxialkabel verlegt sind, keine neue Glasfaserinfrastruktur darüber gebaut werden kann. Der offizielle Baubeginn ist für Ende 2025 geplant, die Fertigstellung soll bis zum 30. November 2026 erfolgen. Die Baukosten belaufen sich auf rund 1,65 Millionen Euro und liegen damit erfreulicherweise unter der ursprünglichen Schätzung. Die Gemeinde erhält hierfür eine Fördersumme in Höhe von 867.000 Euro.

Verkehrssicherheit im Fokus: Ergebnisse der Verkehrsschau

Gemeinsam mit der Polizeiinspektion Coburg und dem Landratsamt Coburg fand am 26. August eine umfassende Verkehrsschau in der Gemeinde statt. Dabei wurden zahlreiche neuralgische Punkte begutachtet und folgende Maßnahmen beschlossen oder diskutiert:

Großheirath:
  • Itzstraße: Die geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h wurde umgesetzt und der Geltungsbereich erweitert. Eine Sperrung für den Schwerlastverkehr ist wegen der notwendigen Umfahrung von Hannebach nicht möglich.
  • Ringstraße & Banzer Straße: Anträge auf Parkverbote wurden vom Landratsamt und der Polizei abgelehnt. Als Begründung wurde angeführt, dass keine Notwendigkeit bestehe und ausreichend Ausweichflächen vorhanden seien. Man wolle die Anzahl der Verkehrsschilder nicht unnötig erhöhen.
  • Unterführung Rad- und Fußweg: Nach einem Zusammenstoß im August wird zur Erhöhung der Sicherheit aus beiden Richtungen eine Linie vor der Unterführung aufgebracht.
  • Brunnleite: Da in dieser 30er-Zone häufig zu schnell gefahren wird, wird eine mobile Geschwindigkeitsmessanlage aufgehängt.
  • Sonnenleite: Ein separates Halteverbot am Spielplatz ist nicht erforderlich, da das Halten und Parken in einer Spielstraße grundsätzlich verboten ist.
Rossach & Neuses an der Eichen:
  • Coburger Straße (Rossach): Eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h ab dem Feuerwehrhaus wird als nicht notwendig erachtet.
  • Kreuzung Hannebach/Coburger Str. (Rossach): Nach Anbringung von Lightboards kommt es nun zu Unfällen an der linken statt der rechten Seite. Ein Bus des OVF hat Probleme, die Kurve zu befahren, obwohl zuvor eine Probefahrt stattgefunden hatte. Ein erneuter Ortstermin mit allen Beteiligten wurde für den 18. September anberaumt.
  • Rossacher Straße (Neuses a.d.E.): Das bestehende Parkverbot am Teich wird durch eine aufgemalte Sperrfläche verdeutlicht. Zudem wird auf einem Gemeindegrundstück eine Ausweichstelle für landwirtschaftliche Fahrzeuge geschaffen, deren Bau und Finanzierung der Landkreis Coburg übernimmt.

Zusammenarbeit in der Jugendarbeit wird fortgesetzt

Die Kooperation in der Jugendarbeit mit der Gemeinde Untersiemau wird fortgesetzt. Der Gemeinderat fasste rückwirkend den Beschluss, die Zusammenarbeit für den Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 zu verlängern. In der Dezembersitzung soll über eine weitere, langfristige Fortführung beraten werden. Dazu wird der zuständige Jugendpfleger eingeladen, um seine Arbeit und die Zukunftspläne vorzustellen.

Weitere wichtige Themen kurz notiert

Dorferneuerung Großheirath: Aufgrund eines finanziellen Engpasses verzögert sich das Projekt. Die Einleitung des Verfahrens ist nun für November geplant.

Bürgerversammlungen: Die diesjährigen Bürgerversammlungen finden im November statt. Genaue Termine werden noch bekannt gegeben.

Sirenenumrüstung: Ein als "nicht tragbar" bezeichneter Zustand beschäftigt die Gemeinde: Wegen erheblicher Schwierigkeiten mit der ausführenden Firma sind derzeit alle Sirenen im Gemeindegebiet außer Betrieb. Die Alarmierung der Einsatzkräfte erfolgt aktuell ausschließlich über die "Divera"-App. Es werden intensive Gespräche mit dem Unternehmen geführt, um das Problem schnellstmöglich zu beheben.

Radweg nach Untersiemau: Der Landkreis Coburg plant einen neuen Radweg entlang der Kreisstraße CO 12 zwischen Großheirath und Untersiemau. Die Umsetzung wird sich jedoch aufgrund der angespannten Haushaltslage des Landkreises verzögern.