Aktuelles
In Buchenrod fand eine gut besuchte Bürgerversammlung statt, bei der auch die Gemeinderäte sowie weitere Mitglieder der FREIE WÄHLER anwesend waren. Im Mittelpunkt des Informationsabends standen die finanzielle Situation der Gemeinde, der Rückblick auf das laufende Jahr sowie die geplanten Infrastrukturprojekte für 2027.
Solide Finanzen trotz notwendiger Investitionen
Der Verwaltungshaushalt 2026 verzeichnete Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 7,3 Millionen Euro, wobei ein Überschuss aus dem laufenden Betrieb von 527.000 Euro erwirtschaftet wurde. Der Vermögenshaushalt und die Investitionen beliefen sich auf jeweils 6,4 Millionen Euro. Um die anstehenden Investitionen stemmen zu können, war eine Kreditaufnahme erforderlich. Ursprünglich waren 2,7 Millionen Euro geplant, von denen bis dato 1,5 Millionen Euro aufgenommen wurden. Erfreulich entwickelte sich die Gewerbesteuer, die mittlerweile bei über 2 Millionen Euro liegt.
Fokus auf den Straßenbau im Jahr 2027
Ein zentrales Thema des Abends war der geplante Straßenbau, der durch den Planer Andreas Schmitz detailliert vorgestellt wurde.
Gemeindeverbindungsstraße Buchenrod – Neuses: Die Gemeindeverbindungsstraße soll auf einer Länge von 1,8 Kilometern erneuert werden. Geplant ist eine Fahrbahnbreite von 5,50 Metern zuzüglich beidseitiger Bankette von 75 Zentimetern. Der Ausbau erfolgt bestandsnah, um großflächigen Grunderwerb zu vermeiden. Zudem soll die unübersichtliche Einmündung in die Kerlesgasse umgestaltet werden, um einen bisherigen Unfallschwerpunkt zu entschärfen.
Wiesenstraße in Buchenrod: Die Sanierung der Wiesenstraße umfasst neben dem Straßenbau auch die Erneuerung der Wasserleitung und der Stromkabel. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse wird die Straße mit einer Breite von 3,60 Metern ohne separaten Gehweg ausgebaut. Die Verkehrsregelung soll dauerhaft über fest installierte Ampelanlagen mit Induktionsschleifen erfolgen, um Begegnungsverkehr in den Engstellen zu vermeiden.
Kläranlage und Breitbandausbau
Informiert wurde auch über die anstehende Sanierung der Kläranlage. Die Gesamtkosten für dieses Großprojekt belaufen sich auf rund 5,44 Millionen Euro für alle beteiligten Kommunen. Die Bauarbeiten sollen bis zum vierten Quartal 2028 abgeschlossen sein. Ein weiteres fortlaufendes Projekt ist der Breitbandausbau: Für 169 förderfähige Haushalte in der Gemeinde entstehen Kosten von etwa 2 Millionen Euro, die mit 867.000 Euro gefördert werden. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 anvisiert.
Bürger äußern Bedenken zur Verkehrssicherheit
Im Anschluss an die Präsentationen entwickelte sich eine emotionale Diskussion. Mehrere Anwohner der Wiesen- und Bergstraße äußerten deutliche Bedenken hinsichtlich des zunehmenden Verkehrsaufkommens und der oft zu hohen Geschwindigkeiten. Besonders der Schwerlastverkehr bereitet Sorgen, da weitere Schäden an den angrenzenden Gebäuden befürchtet werden. Die Gemeindevertreter und der Planer betonten, dass die gewählten Ausbauvarianten die bestmöglichen und verkehrssichersten Lösungen unter den strikten Förderrichtlinien und den räumlichen Gegebenheiten darstellen.