Aktuelles
Kürzlich fand die Bürgerversammlung im Kernort Großheirath statt, bei der sich auch Vertreter der FREIE WÄHLER über die aktuelle Entwicklung und die lokalen Anliegen informierten. Neben einem Einblick in die finanzielle Lage der Gesamtgemeinde stand ein intensiver Austausch über Verkehrssicherheit, laufende Bauprojekte und das Ortsbild auf der Agenda.
Solide Finanzen und große Bauprojekte
Zu Beginn der Versammlung wurde die allgemeine finanzielle Situation der Gemeinde präsentiert. Der Verwaltungshaushalt 2026 verzeichnet Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 7,3 Millionen Euro, wobei ein Überschuss von 527.000 Euro aus dem laufenden Betrieb erwirtschaftet wurde. Der Vermögenshaushalt und die Investitionen belaufen sich auf jeweils 6,4 Millionen Euro. Um anstehende Großprojekte wie den Breitbandausbau und Straßensanierungen zu realisieren, wurde von der geplanten Kreditaufnahme über 2,7 Millionen Euro bislang ein Betrag von 1,5 Millionen Euro in Anspruch genommen. Positiv hervorgehoben wurde die Gewerbesteuer, die sich bei über 2 Millionen Euro stabilisiert hat.
Verkehrssicherheit und Lärmschutz
In der offenen Diskussionsrunde brachten die Bürger wiederholt das Thema Verkehrssicherheit zur Sprache. Vor allem in der Bgm.-Jacob-Straße sowie am Rothweg wurden hohe Geschwindigkeiten bemängelt. Die Gemeinde sagte zu, entsprechende Verkehrsmessungen durchzuführen beziehungsweise das bereits aufgestellte Messgerät am Rothweg zeitnah auszuwerten.
Kontroverse um den Friedhof
Ein zentrales Thema war die angelaufene Sanierung des Großheirather Friedhofs. Aktuell befindet sich das Projekt in der ersten Phase, die die Erneuerung der allgemeinen Friedhofsflächen und die Schaffung neuer Parkplätze umfasst. Kontrovers diskutiert wurde der Erhalt der bestehenden Aussegnungshalle. Die Verwaltung stellte klar, dass über deren Zukunft zu Beginn der zweiten Sanierungsphase nochmals im Gemeinderat beraten wird. Auf Kritik bezüglich beschädigter Gräber während der aktuellen Bauarbeiten reagierte der Bürgermeister umgehend und bestätigte, dass bereits ein erstes klärendes Gespräch mit der ausführenden Baufirma stattgefunden hat.
Ortsbild und Infrastruktur
Das äußere Erscheinungsbild Großheiraths bot ebenfalls Gesprächsstoff. Ein heruntergekommenes Anwesen am Ortseingang aus Richtung Buchenrod, dessen Zaun einzustürzen droht, sorgt für Unmut. Obwohl der Gemeinde hier weitestgehend die rechtlichen Hände gebunden sind, sollen nochmals Handlungsoptionen eruiert werden. Handlungsbedarf besteht zudem am Rothweg, wo ein augenscheinlich toter Baum auf die Straße zu stürzen droht. Der private Eigentümer wurde bereits informiert und zum Handeln aufgefordert.
Weitere positive Impulse gab es bei der Ausstattung der Gemeinde: Für den Spielplatz Brunnleite wird die Anschaffung eines Sonnensegels geprüft. Zudem wurde die künftige Nutzung des Gemeindebusses thematisiert. Bislang ist dieser aufgrund von Förderrichtlinien ausschließlich für Senioren und schulische Ausflüge zugelassen. Bei einer zukünftigen Neuanschaffung soll jedoch im Gemeinderat diskutiert werden, ob das Fahrzeug künftig auch den örtlichen Vereinen zur Verfügung gestellt werden kann.