18.11.2025
Lebenswertes Gossenberg mit Augenmaß gestalten: Dritte Station der Freien Wähler

Gossenberg – Zur dritten Runde ihrer Vorstellungstour machten die FREIEN WÄHLER Großheirath e.V. Station im Gemeindehaus in Gossenberg. Auch hier nutzten zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, den Bürgermeisterkandidaten Andreas Lorenz, die Listenkandidaten und das Wahlprogramm für den 8. März 2026 kennenzulernen. Im Mittelpunkt der Diskussion standen diesmal vor allem finanzielle Fragen und zukunftsweisende Umweltthemen.

Andreas Lorenz: Pragmatismus statt leerer Versprechen

Wie bereits bei den vorangegangenen Terminen eröffnete Bürgermeisterkandidat Andreas Lorenz den Abend. Er skizzierte den Gästen im Gossenberger Gemeindehaus seine Vision einer bürgernahen Politik. Lorenz, der auf seine Erfahrungen als 2. Bürgermeister sowie als Gemeinde- und Kreisrat zurückgreift, betonte erneut seinen Ansatz des „aktiven Zuhörens“. Sein Ziel sei es nicht, alles anders zu machen, sondern gemeinsam mit den Bürgern pragmatische Lösungen zu finden, die die Gemeinde voranbringen, ohne die Bodenhaftung zu verlieren.

Themen, die Gossenberg bewegen

Nach der Vorstellung der 14 Kandidatinnen und Kandidaten, die einen Querschnitt durch die Berufs- und Altersgruppen der Gemeinde abbilden, entwickelte sich rasch eine themenspezifische Diskussion. Anders als bei den vorigen Terminen lag der Fokus der Gossenberger Bürger stark auf wirtschaftlichen und infrastrukturellen Aspekten.

Balanceakt bei den Finanzen

Ein zentrales Thema war der Umgang mit gemeindlichen Mitteln. Die FREIEN WÄHLER machten deutlich, dass das Ziel, den Ort „lebenswert“ zu halten, oberste Priorität hat. Dabei herrschte Konsens darüber, dass dies oft mit einfachen Mitteln möglich ist, aber an entscheidenden Stellen auch Investitionen – sprich Ausgaben – getätigt werden müssen, um die Substanz und Attraktivität des Ortes zu sichern.

Besonders sensibel wurde das Thema der Gebührenfinanzierung für Abwasser diskutiert. Hier positionierten sich die FREIEN WÄHLER klar: Es gelte, eine faire Balance zu finden. Die notwendigen Leistungen der Gemeinde zur Instandhaltung der Netze müssten finanziert werden, jedoch dürfe dies nicht zu einer übermäßigen Belastung der Bürger führen. Dieser Spagat erfordere in den kommenden Jahren viel Fingerspitzengefühl im Gemeinderat.

Ehrenamt und Umweltschutz im Blick

Einig waren sich Anwesende und Kandidaten in der Bedeutung des Ehrenamts. Die Unterstützung der Vereine und freiwilligen Helfer wurde als unverzichtbarer Pfeiler für das Dorfleben in Gossenberg bekräftigt.

In der Fragerunde kamen zudem hochaktuelle Themen zur Sprache. So erkundigten sich Bürger nach dem Konzept der „Schwammregion“ – Strategien, wie Wasser in der Fläche gehalten werden kann, um sowohl Hochwasser vorzubeugen als auch Dürreperioden entgegenzuwirken. .

Der Abend im Gemeindehaus endete nach einem intensiven Austausch in konstruktiver Atmosphäre.