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Großheirath – Das Schützenhaus in Großheirath war am vergangenen Montagabend bis auf den letzten Platz besetzt. Die FREIEN WÄHLER Großheirath e.V. hatten zur offiziellen Vorstellung ihrer Kandidatinnen und Kandidaten sowie der Kernthemen für die bevorstehende Kommunalwahl am 8. März 2026 geladen. Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger war sichtlich groß.
Bürgermeisterkandidat legt Motivation dar
Den Auftakt der Veranstaltung machte der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler, Andreas Lorenz. Er leitete durch den Abend und legte den zahlreich erschienenen Gästen ausführlich seine persönliche Motivation für die Kandidatur dar. Lorenz, der bereits als 2. Bürgermeister, Gemeinderat und Kreisrat fungiert, betonte seinen Anspruch, als Bürgermeister aktiv zuzuhören, ehrlich zu antworten und gemeinsam etwas zu bewegen.
Lorenz machte in seiner Rede deutlich, wie stark ihn seine langjährige Verwurzelung in Ehrenamt und Kommunalpolitik geprägt hat. Ausgehend von seinen vielfältigen Erfahrungen – vom Kirchenvorstand über die Dorfgemeinschaft bis hin zu Gemeinderat, Kreistag und dem Amt des 2. Bürgermeisters – schilderte er, was ihn antreibt: Verantwortung zu übernehmen, pragmatisch anzupacken und stets im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu bleiben. Seine Vision eines Bürgermeisters, der zuhört, ehrlich antwortet, verbindet und gemeinsam mit den Menschen vor Ort Lösungen entwickelt, bildete den Kern seiner Vorstellung. Lorenz betonte, dass gute Kommunalpolitik für ihn dort beginnt, wo Anliegen ernst genommen, Entscheidungen nachvollziehbar erklärt und Projekte mit Augenmaß, aber auch Mut gestaltet werden. Regelmäßige Bürgersprechstunden sollen künftig diesen direkten Austausch weiter stärken.
Das Team für die Kommunalwahl 2026
Im Anschluss an die einleitenden Worte stellten sich alle 14 Kandidatinnen und Kandidaten der FREIEN WÄHLER-Liste persönlich vor. Die Liste, angeführt von Andreas Lorenz, zeigt eine diverse Mischung aus verschiedenen Berufs- und Altersgruppen, die sich künftig im Gemeinderat für die Belange aller Ortsteile einsetzen möchten.
Fokusthemen und reger Austausch
Ein zentraler Punkt des Abends war die Vorstellung der Fokusthemen durch die Kandidatinnen und Kandidaten. Die Freien Wähler Großheirath gliedern ihre Ziele in fünf Hauptbereiche:
- Eine Verwaltung für uns alle: Gefordert werden unter anderem bürgernahe, optimierte Verwaltungsabläufe und verständliche Sitzungsprotokolle statt "Amtsdeutsch".
- Infrastruktur gemeinsam gestalten: Ein besonderer Fokus liegt auf einer zukunftsweisenden Dorferneuerung für Großheirath sowie einer verbesserten Nahversorgung.
- Unsere Natur bewahren und erleben: Geplant sind Maßnahmen für einen "neubelebten Naturschutz" und eine angepasste Straßenbeleuchtung im Einklang mit der Natur.
- Ein starkes soziales Miteinander: Dies soll durch aktives Sozialmanagement, gepflegte Spielplätze und die Schaffung beliebter Treffpunkte erreicht werden.
- Lebendiges Gemeindeleben: Die Freien Wähler setzen sich für die Stärkung der Vereine und die Etablierung eines jährlichen Gemeindefestivals ein.
Viele dieser Punkte stießen auf breite Zustimmung im Publikum. Insbesondere bei den Themen Verwaltung und Dorferneuerung entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Zahlreiche Gäste brachten konkreten Probleme im Ort mit. So wurde der wenig ansprechende Ortseingang von der B4 bemängelt: Zumindest der abgesackte Gehweg sollte mit einer kleinen Sanierungsmaßnahme wieder ein gepflegtes Bild abgeben. Gelobt wurde die kostenfreie Ausgabe des Amtsblatts und die Veröffentlichung der Protokolle, zugleich aber der Wunsch geäußert, ein moderneres, ansprechenderes Amtsblatt – eventuell gemeinsam mit Nachbargemeinden – zu entwickeln. Kritisch diskutiert wurde außerdem das Verkehrsgutachten zur Ortsmitte, insbesondere die Vorschläge zur Neuplatzierung der Bushaltestelle, die von vielen als unrealistisch empfunden wurden. Ein weiterer Punkt betraf die Schulwegsicherheit: In der Schulstraße sorge starker Schwerlastverkehr eines ansässigen Betriebs für eine Gefährdung. Diese und weitere produktive Anmerkungen zu Problemen der Bürger wurden von den Kandidaten notiert und sollen direkt in die weitere Arbeit einfließen. Der Abend klang mit einem offenen Austausch aus.